„Achtung Holzschlag“ – doch nicht alle halten sich daran


Die Gefahr wird unterschätzt
Im Herbst und Winter ist Hochsaison für den Holzschlag. Forstleute beklagen sich, dass die Signalisation nicht von allen Biker und Wanderern beachtet wird. „Das kann ins Auge gehen“, sagt Felix Lüscher, Bereichsleiter Wald der Oberallmeind Korporation Schwyz. Wenn ein Baum falle, könne er nicht mehr aufgehalten werden. Zwar werde an Wanderwegen und Forststrassen mit Tafeln auf die Gefahr hingewiesen, doch komme es immer wieder vor, dass sich Biker oder Wanderer nicht an die Signalisation halten würden, sagt Lüscher. Für die Forstleute bedeute dies Stress, wenn sich plötzlich ein Biker auf rasanter Talfahrt dem gefährdeten Gebiet nähert. Gott sei Dank habe es noch keine Unfälle gegeben. Doch zu prekären Situationen sei es schon gekommen.
Dieses Problem kennt auch Rolf Wigger, Betriebsförster der Korporation Wollerau. „Wir legen Wert auf eine klare Signalisation“. Wigger zeigt auf eine rot/weiss gestrichene Latte auf der je ein Fahr-, Reit- und Fussgängerverbotszeichen steht. Daneben gibt es auch die Signalisation „Holzschlag“. Sie wird angebracht, wenn keine unmittelbare Gefahr besteht. „Damit machen wir etwa auf verschmutzte Fahrbahn und Werkverkehr aufmerksam“, sagt Wigger. Vorsichtig weiter zu gehen und sich bemerkbar machen, sei angebracht. Auf laminierten Infoblättern werden zudem Sperrzeiten und allfällige Umgehungsmöglichkeinten, sowie Kartenausschnitte des gefährdeten Gebietes angegeben.

Die Gefahren sehen
Trotz all den Vorsichtsmassnahmen kommt es immer wieder vor, dass sie nicht beachtet werden. Er sei schon von Leuten beschimpft worden, weil sie an einem Samstag wegen Holzschlag-Arbeiten einen Umweg gehen mussten, sagt Forstarbeiter Dani Kälin. Besonders gefährlich sei es bei Baggerarbeiten. Die Möglichkeit, dass dabei ein Biker nicht bemerkt werde, sei gross. Wichtig sei, mit den Leuten zu reden und sie auf die Gefahren aufmerksam zu machen, fügt Wigger hinzu. Im Forstgebiet der Korporation Wollerau habe es noch keine Unfälle gegeben. Doch im Raum Einsiedeln sei es diesbezüglich schon einmal dazu gekommen. Während Aufräumarbeiten mit dem Seilkran wurde ein Biker vom Drahtseil erfasst und verletzt.

Rücksicht nehmen
Die Korporation bemühe sich, den Wanderern wenn immer möglich einen kurzen Umweg anzubieten, wenn das Forstpersonal an der Arbeit ist, sagt Wigger. Im Korporationswald werden vom September bis April Holzereiarbeiten getätigt. Gegenwärtig sind die Wollerauer Forstleute auf der Südseite des Höhrohnen-Gebietes im „Ängi“ tätig. Laut Felix Lüscher von der Oberallmeind Korporation gibt es aber auch im Sommer in höheren Lagen Holzschlag-Arbeiten. Dies an Orten, die im Winter nicht zugänglich sind. (e)

 

Signalisation Bild